Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser

Jetzt, zur Zeit des Vogelzuges, breitet sich wieder einmal die Vogelgrippe aus.
Sie führt zu großen Schäden in der Massentierhaltung. Hühner, Enten und Gänse wurden schon jetzt zu zehntausenden gekeult.

Besonders betroffen sind Kraniche und Wassergeflügel in Norddeutschland sowie in Brandenburg. Der DJV ruft daher alle Jäger, Geflügelhalter, Hundebesitzer und Katzenhalter zu erhöhter Wachsamkeit auf.
Das Vogelgrippe Virus ist für Geflügel und Katzen hoch ansteckend. Es kommt vor allem bei wildlebendem Wassergeflügel vor.

Hunde, vor allen Dingen aber Katzen, sind gefährdet. Daher sollten Katzenbesitzer ein Streunen ihrer Tiere in betroffenen Gebieten unbedingt verhindern. Bei Hunden sollte nach jedem Einsatz eine gründliche Reinigung erfolgen.

Eine Ansteckung des Menschen mit dem Virus ist äußerst selten. Bei möglichem Kontakt mit infizierten Vögeln sollten die Hände gründlich desinfiziert und in Ställen, oder beim Aufsammeln verendeter Vögel, eine Schutzkleidung getragen werden.

Was können wir tun?

Im Interesse der Wildgesundheit hat sich das Einsammeln von Kadavern verendeter Wildvögel, wie Wildenten, Wildgänse, Kraniche, Schwäne und Greifvögel, gegen die Weiterverbreitung der Infektion mit dem Vogelgrippe Virus als sinnvolle Maßnahme erwiesen.

Dieser Aufgabe sollten wir uns gemeinsam stellen.

Daher ist es wünschenswert, wenn tot aufgefundene Vögel der oben aufgeführten Arten, ihrer zuständigen Unteren Jagdbehörde gemeldet werden. Die Abholung erfolgt nach Rücksprache mit dieser Behörde.

Beim Einsammeln sind die üblichen Hygienemaßnahmen ausreichend.
Der genaue Fundort (GPS-Daten o. ä.) und das Auffinde-Datum sind bei der Meldung anzugeben, die Kadaverbehältnisse entsprechend zu kennzeichnen.

Weihnachten und Jahreswechsel

Das kalendarische Jahr neigt sich dem Ende zu. Das letzte Schalenwild sollte auch vor dem offiziellen Ende der Jagdzeit schon erlegt sein. Lassen sie den Jagdbetrieb ab dem 01.01.26 ruhen. Unser Wild benötigt diese Ruhe dringend. Es muss mit seinen Kräften haushalten, um die äsungsarme Zeit des Winters zu überstehen.

Ihnen allen wünsche ich ruhige und besinnliche Feiertage, Waidmannsheil bei den noch ausstehenden Jagden und einen guten Jahreswechsel.

Bleiben sie gesund!

Ihr Gerd Tersluisen
(Hegering Gladbeck)