Von Gerd Tersluisen (Hegering Gladbeck)

Bei einer Revierbegehung fand ich eine Pflanze, die mir bisher noch nie aufgefallen war. Sie stand in einem Hohlweg, unterhalb zweier Rinderweiden.

Gerade erst waren ihre ersten Schmetterlingsblüten erblüht. Ein frisches Gelb leuchtete mir entgegen. Schnell schoss ich eine Aufnahme, um zu Hause meine Fachbücher zu befragen.
Im Bestimmungsbuch, „Was blüht denn da?“ aus dem Kosmos-Verlag, wurde ich fündig.
Bei der Pflanze handelt es sich um den „Gewöhnlichen Steinklee“. Sie wird auch „Echter Steinklee“ genannt.

Die Pflanze wird 30 – 100 cm hoch und blüht von Juni bis September.
Sie besitzt nickende, 5 – 7 mm lange Schmetterlingsblüten in schmalen Trauben
und ist vor allen in Kalkgebiete verbreitet. Man findet sie an Wegrändern, Dämmen, in Steinbrüchen, auf Schuttplätzen, Bahngeländen und Ödflächen.
Sie duftet stark nach Honig und ist eine sehr gute Bienenweide.
Wegen ihres Duftes nennt man sie in ländlichen Bereichen oftmals „Honigklee“.

Vertrocknete und verwelkte Pflanzen duften nach Heu und Waldmeister. Sie wurden in der Vergangenheit gegen Venenleiden und Blutergüsse genutzt. Auch wurden ihre Extrakte gegen Koliken, Leibschmerzen, Bronchialkatarrh, eiternde Wunden, Geschwüre und Furunkeln eingesetzt.

Quellen:
– Was blüht denn da? Verlag Kosmos
– Welche Heilpflanze ist das? Verlag Kosmos

Bildnachweis:

  • Gewöhnlicher Steinklee (Melilotus officinalis): Gerd Tersluisen