Vogelgrippe: Haltung im Stall planen

Hühner und Hahn im Stroh, vor einem morschen Bretterzaun; mittelalterlich anmutendes Bild

In NRW sind Fälle von Geflügelpest bekannt geworden. Veterinäramt reagiert auf die Situation – mit einer Bitte an alle Geflügelhalter.

In Nordrhein-Westfalen hat es in den vergangenen Wochen mehrere Fälle der Geflügelpest gegeben. Betroffen sind Wildgeflügel, aber auch Tiere aus der Geflügelhaltung. Für den Kreis Recklinghausen – und somit auch für Gladbeck – gilt aktuell zwar keine Stallpflicht. Aber: „Geflügelhalter sollten sich trotzdem Gedanken darüber machen, wie sie ihre Tiere bei einer möglichen Stallpflicht unterbringen können“, erklärt Dr. Siegfried Gerwert, Leiter des Kreis-Veterinäramts.

Und es gibt weitere Vorsichtsmaßnahmen zu bedenken: Damit Kontakt zwischen Wildvögeln und Geflügel verhindert wird, sollten Geflügelhalter grundsätzlich ihr Geflügel nicht an Stellen füttern, die auch für Wildvögel zugänglich sind, oder mit Wasser tränken, das für Wildvögel zugänglich ist. Auch Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, sollten für Wildvögel unzugänglich gelagert werden.

Auf der Internetseite vom Kreis gibt es eine Checkliste für Geflügelhalter

Der Kreis Recklinghausen hat auf seiner Internetseite eine Checkliste hinterlegt, mit der die Geflügelhalter selber kontrollieren können, ob sie die Anforderungen einhalten. Das Veterinäramt weist darauf hin, dass es im Falle des Ausbruchs der Geflügelpest erforderlich sein kann, Geflügel in geschlossenen Ställen oder Schutzvorrichtungen zu halten, die nach oben und zur Seite abgedichtet sind. Der Veterinärdienst erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass alle Geflügelhaltungen gemeldet werden müssen – und zwar unabhängig von der Anzahl der gehaltenen Tiere. Konkret betrifft das Hühner, Puten, Enten, Gänse, aber auch Tauben und alles sonstige Geflügel.

Wer seinen Geflügelbestand noch nicht bei der Tierseuchenkasse gemeldet hat, muss dies unbedingt sofort nachholen. Anmeldeunterlagen finden sie auf der Seite der Landwirtschaftskammer. Das Veterinäramt bittet um zeitgleiche Übermittlung einer Kopie der Anmeldung an fd39@kreis-re.de oder per Fax an 02361/532227, damit die Daten sofort auch in der Kreis-Datenbank auf dem aktuellen Stand sind.

[WAZ Gladbeck]

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