Aktuelles vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen vom 3. April 2020

Nachrichten-Telegramm:

  • Landesjagdverband sagt Veranstaltungen bis 19. April 2020 ab
  • Verfügungen der Unteren Jagdbehörden sind entscheidend für die Rehwildbejagung im April

Nachrichten-Volltext:

Landesjagdverband sagt Veranstaltungen bis 19. April 2020 ab

Dortmund, 3. April 2020 (LJV). Am 13. März dieses Jahres hat der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen sämtliche Veranstaltungen bis einschließlich Ostermontag, den 13. April, wegen der Corona-Krise abgesagt.

Aktuell haben Bund und Länder das frühestmögliche Ende der derzeitigen Restriktionen zur Verringerung der persönlichen Kontakte infolge der Corona-Krise auf Sonntag, den 19. April, terminiert.

Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen passt sich diesen Vorgaben an und sagt nun ebenfalls zunächst bis einschließlich Sonntag, den 19. April 2020, sämtliche Veranstaltungen ab.

Bitte beachten Sie auch zukünftig die weiteren Informationen von Bund und Ländern sowie die aktuellen Mitteilungen für Jägerinnen und Jäger auf der Corona-Sonderseite des Landesjagdverbandes Nordhrein-Westfalen unter www.ljv-nrw.de

Verfügungen der Unteren Jagdbehörden sind entscheidend für die Rehwildbejagung im April

Dortmund, 3. April 2020 (LJV). Per Erlass vom 31. Januar 2020 hat das NRW-Umweltministerium die Unteren Jagdbehörden angewiesen, zur Unterstützung der Wiederbewaldungsmaßnahmen in Gebieten oder einzelnen Jagdbezirken mit hohen Kalamitätsschäden, und zwar nur in diesen (!), die Jagd auf Schmalrehe und Rehböcke in den Niederungsgebieten (unter 450 m NN) vom 1. bis 30. April sowie in den Mittelgebirgsgebieten (über 450 m NN) vom 15. bis 30. April per Verfügung freizugeben. Diese Ausweitung der Jagdzeit auf Schmalrehe und Böcke erfolg somit örtlich begrenzt auf den Flächen mit hohen Kalamitätsschäden (Hauptschadensgebieten) und zeitlich begrenzt auf fünf Jahre (einschließlich Jagdjahr 2024/25).

Der Landesjagdverband NRW hatte vorab in einem gemeinsamen Positionspapier zusammen mit dem Waldbauernverband NRW, dem Verband Familienbetriebe Land und Forst Nordrhein-Westfalen, dem Rheinischen Verband der Eigenjagdbesitzer und Jagdgenossenschaften und dem Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe eine solche Regelung trotz Bedenken als Ultima Ratio mitgetragen und damit seine Solidarität und Verbundenheit mit den wirtschaftlich stark geschädigten, teilweise existenziell gefährdeten Waldbesitzern Nordrhein-Westfalens untermauert.

Aktuell häufen sich in der LJV-Geschäftsstelle Anfragen von Mitgliedern zu dem vorgenannten Erlass des NRW-Umweltministeriums. Der behördeninterne Erlass muss aber regelmäß erst durch eine Verfügung (Allgemeinverfügung für Gebiete, Einzelverfügung für Jagdbezirke) der jeweiligen Unteren Jagdbehörde umgesetzt werden, damit er Rechtskraft für die betroffenen Reviere entwickelt. Die Unteren Jagdbehörden übernehmen es auch, die Revierinhaber in geeigneter Weise zu informieren. Eine landesweit einheitliche Vorverlegung der Jagdzeiten beim Rehwild in den April hinein gibt es weiterhin nicht. Bei Unklarheiten empfiehlt es sich daher, bei den Unteren jagdbehörden nachzufragen.

Abschließend stellt der Landesjagdverband fest, dass das Rehwild ohnehin eine lange Jagdzeit hat und der Königsweg darin besteht, innerhalb der regulären Jagdzeit reichlich Strecke zu machen und so unsere Partner, die nordhrein-westfälischen Waldbesitzer, beim Waldumbau hin zu klimastabileren Wäldern zu unterstützen.