Aktuelles vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen vom 1.7.2021

  • DJV legt 10-Punkte-Papier zur Bundestagswahl vor
  • Wolf erschossen – Nach Freispruch für Jäger wird Fall neu verhandelt

Nachrichten-Volltext:

DJV legt 10-Punkte-Papier zur Bundestagswahl vor

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat heute ein Papier mit zehn Kernforderungen zur Bundestagswahl vorgelegt. Darin positioniert sich der Dachverband der Jäger zu strittigen Themen wie Waldumbau, Wolf oder Agrarpolitik.

Das Papier gibt es hier zum Herunterladen: www.jagdverband.de/bundestagswahl.

„Wir ermutigen Jägerschaften, das Gespräch zu suchen mit den Bundestagskandidatinnen und -kandidaten vor Ort. Wir müssen gemeinsam unsere Anliegen Nachdruck verleihen“, sagte DJV-Präsident Dr. Volker Böhning.

Geplant sind mehrere Videos, in denen Präsidiumsmitglieder die DJV-Forderungen zur Bundestagswahl erläutern. Auf der Seite www.jagdverband.de/bundestagswahl veröffentlicht der DJV bis zur Wahl zahlreiche weitere Videos. Unter anderem haben die jagdpolitischen Sprecher der Fraktionen im Deutschen Bundestag vor der Kamera Position bezogen – etwa zu möglichen Änderungen des Waffenrechts oder zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest. Einzig die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen war bisher nicht für eine Positionierung vor der Kamera bereit. Alle im Bundestag vertretenen Parteien haben zudem die ausführlichen DJV-Wahlprüfsteine vorliegen.

Wolf erschossen – Nach Freispruch für Jäger wird Fall neu verhandelt

Berlin, 28. Juni 2021 (dpa). Der Prozess um den Abschuss eines Wolfes in Brandenburg durch einen Jäger aus den Niederlanden geht in eine neue Runde. Die Staatsanwaltschaft Potsdam legte Berufung gegen den Freispruch durch das Amtsgericht Potsdam ein (Az: 82 Ds 82/20), wie ein Gerichtssprecher am Montag mitteilte. Der Fall werde in zweiter Instanz vor dem Landgericht neu verhandelt. Das bedeute unter anderem eine neue Beweisaufnahme. Zunächst hatte der RBB berichtet.

Das Amtsgericht hatte den Jäger am 21. Juni im Prozess um den Abschuss des Wolfes freigesprochen. Der 61-Jährige sei berechtigt gewesen, so zu handeln, weil das Tier zuvor dessen Jagdhunde angegriffen habe, hatte der Richter die Entscheidung begründet.

Der Wolf ist in Deutschland eine streng geschützte Tierart. Wer ihn tötet, dem drohen bis zu fünf Jahren Haft oder Geldstrafe. Es gibt jedoch Ausnahmen, beispielsweise wie in diesem Fall, wenn der Wolf Jagdhunde angreift und auch nach lautem Rufen, Klatschen und Warnschüssen nicht von ihnen ablässt.