„Tierretter“: Uhu verhungert nach Freilassung aus Voliere

Seit mehreren Tagen war ein Uhu aus seiner Voliere im Wildwald Vosswinkel (Nordrhein-Westfalen) verschwunden – nun herrscht traurige Gewissheit: Der Terzel ist verhungert. Offenbar hatten Unbekannte den Uhu, der in der Natur nicht überlebensfähig war und seit sechs Jahren im Wildwald lebte, freigelassen. Der Wildwald Vosswinkel nimmt häufig Greifvögel zur Pflege auf, die aus schlechter Haltung beschlagnahmt wurden und in freier Natur nicht überlebensfähig sind. Dort bekommen sie dann ihr Gnadenbrot. Auch Schilder an den Volieren würden auf die Gründe der Haltung hinweisen.

Schon in der Vergangenheit hatten „Tierretter“ Vögel befreit

Wie der „Wochen Anzeiger“ berichtet, fällt der Verdacht bei der „Befreiung“ des Uhus auf vermeintliche „Tierretter“. Bereits vor einem Jahr hatten Unbekannte ein Uhuweibchen aus ihrer Volieren befreit. Auch bei einem handaufgezogenem Waldkauz wurde, bei denkbar schlechten Nahrungsbedingungen, im Januar die Voliere aufgeschnitten.

Die vermeintlich gut gemeinte Tat der Tierbefreiung zeigt, wie wenig durchdacht solche Aktionen sind und welch traurige Opfer sie zur Folge haben.

Quelle: jagderleben.de