Der Wolf erregt die Gemüter in NRW
Sollen die Tiere künftig doch abgeschossen werden dürfen? Jäger und Naturschützer im Land streiten wieder um das Jagdgesetz.
Sollen die Tiere künftig doch abgeschossen werden dürfen? Jäger und Naturschützer im Land streiten wieder um das Jagdgesetz.
In Förstgen bei Niesky hat es am Morgen des 09.10.2018 laut Angaben des MDR und der BILD ( Quellenangabe siehe Ende des Artikels ) einen Wolfsübergriff auf eine Herde mit rund 140 tragenden Mutterschafen gegeben.
Immer wieder sorgen Nutztierrisse unter den niedersächsischen Weidetierhaltern für Aufregung. Ein Vorfall aus der vergangenen Woche beunruhigt die Schafhalter der Lüneburger Heide besonders.
Am vergangenen Freitag tötete ein Wolf am Vormittag im Kiehnmoor in der Lüneburger Heide eine ausgewachsene Heidschnucke.
Katharina Grote war mit ihrem Auto auf dem Heimweg, als am Samstag gegen 18 Uhr nahe der Hervester Lippebrücke ein größeres Tier über die Straße lief. Es dämmerte bereits, das Tier war zügig unterwegs, doch die Dorstenerin ist sicher: „Es handelte sich um einen Wolf.“
Keine natürliche Scheu zeigte ein Wolf in Niedersachsen. Er hat ein Schaf im Beisein einer Schäferin gerissen. Die Frau konnte das Raubtier vertreiben, das Schaf musste eingeschläfert werden.
DJV begrüßt offizielles Eingeständnis des amtlichen Naturschutzes und moniert gleichzeitig die kritiklose Grundhaltung gegenüber dem Fleischfresser. Das jetzt in „Natur und Landschaft“ veröffentlichte Handlungskonzept skizziert eine Bauernhofidylle, in der Wolf und Mensch auf engstem Raum friedlich nebeneinander leben. Ein steigendes Risiko von Übergriffen ist programmiert.
NRW-Jägerpräsident Ralph Müller-Schallenberg zum aktuellen Wolfsgutachten: „Die heute angestoßene Debatte über den Wolf in NRW ist richtig und wichtig.“
Das Land Brandenburg arbeitet an einer Wolfsverordnung mit Regeln für den Umgang mit „Problemwölfen“. Ein Abschuss soll möglich sein.
Niedersachsen dürfe die Wolfspopulation nicht durch Abschüsse regulieren, sagte Umweltminister Stefan Wenzel nun in Hannover. Dies sei aufgrund der rechtlichen Vorgaben auf Bundes- und Europaebene unmöglich: „Wir müssen uns an Recht und Gesetz halten und können keine Obergrenze einführen.“ Wenzel befürchtet keinen drastischen Anstieg der Zahl der Wölfe im Land.
Gestern haben Niedersachsens Weidetierhalter mit einer effektstarken Demo auf ihre schwierige Situation aufmerksam gemacht: Vor dem Hannoverschen Landtag legten sie einige von einem Wolf getötete Weidetiere ab, drei Damhirsche, ein Schaf sowie einen Galloway-Jungbullen. Auf Transparenten machten die Halter ihrer Wut Luft.
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