Hegering Gladbeck
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Naturschutz & Hege

01.07.2016
Die Wiederbesiedelung/Zuwanderung des Wolfes in Deutschland

Für all diejenigen, die sich mit dem Thema "Wolf" befassen, hier einige links mit eher kritischen Inhalten.

http://www.suedostschweiz.ch/leserbriefe/2016-06-27/schmuggel-von-grossraubtiere
http://www.nina.no/archive/nina/PppBasePdf/oppdragsmelding/731.pdf
https://drive.google.com/file/d/0BwuLCtzzcbAJYzljRTJ3Q214czA/view
http://www.wolf-nein-danke.de/

In NRW finden in der nächsten Zeit verschiedene Veranstaltungen zum Wolf statt: z. B. Der Wolf unterwegs in NRW, 21. Sept. 2016 in Recklinghausen (www.nua.nrw.de) und in NRW gibt es nun einen Wolfsmanagementplan: https://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuv/natur/pdf/Wolfsmanagementplan.pdf




04.06.2016
Eichhörnchen in Not: Neue Auffangstation in Bottrop eröffnet

Bottrops berühmten Eichhörnchen Polly gefällt das garantiert sehr gut: Das bundesweite Netzwerk „Eichhörnchen Notruf“ hat jetzt auch eine Auffangstation in Grafenwald. Hilflos aufgefundene Jungtiere werden zunächst von ehrenamtlichen Helfern aufgepäppelt und werden dann in der neuen Voliere am Waldpädagogischen Zentrum auf das Auswildern vorbereitet. „Sie müssen hier alles lernen, was sie draußen brauchen.“ Und wenn sich die Tiere noch nicht sicher genug fühlen, kommen sie gern zur Station zurück.

Vorbereiten auf das Auswildern Ihr erstes Eichhörnchen fand Claudia Schäfer aus Dorsten im Jahr 2010 hilflos auf der Fensterbank. Sie hat es am Leben erhalten, später immer mehr aufgefundenen Tiere in einer Voliere im Garten auf das Auswildern vorbereitet und in die Freiheit entlassen.

Inzwischen hat sie eine ganze Menge gelernt über die Tiere, betreibt mit dem Tierschutzverein „Wilde Kreaturen“ die Eichhörnchenhilfe in Dorsten, sitzt dort am Notfalltelefon und im Bundesvorstand des Vereins „Eichhörnchen Notruf“ und gilt als medizinische Expertin für die Versorgung der aufgefundenen Jungtiere. Gut 200 Tiere hat sie inzwischen selbst aufgepäppelt: „Ich habe eine Überlebensquote von 85 Prozent.“

Die neue Station am Waldpädagiogischen Zentrum ist eine Auffangstation für Jungtiere, die aus den verschiedensten Gründen hilflos geworden sind, sagt Claudia Schäfer: „Das können Opfer von Autounfällen oder von Baumfällungen sein. Sie können ihre Eltern oder ihr Revier verloren haben. Die suchen dann auch wirklich Hilfe. Deshalb darf man sie auch mitnehmen.“ Und nein: „Eichhörnchen sind keine Tollwut-Träger.“

Eichhörnchen vertragen Erdnüsse nicht gut
Die erste Stufe der Hilfeleistung ist das Aufpäppeln und die medizinische Versorgung. Das richtige Futter bist wichtig, sagt die Expertin: Haselnüsse, Sonnenblumenkerne, Kiefernzapfen. „Das Eichhörnchen hat eine empfindliche Magen-Darm-Flora. Erdnüsse verträgt es nicht gut.“ Das richtige Futter ist deshalb auch nicht ganz billig: „Ich verbrauche inzwischen 50 Kilo Walnüsse im Jahr.“

Die ersten fünf Tiere haben Claudia Schäfer und Revierförster Markus Herber am Montag ausgewildert. Ganz jung sind die Tiere gesellig, im Alter von 12 bis 13 Wochen werden sie Einzelgänger. „Man kann verfolgen, wie sie rappelig werden“, sagt Herber. „Dann müssen sie raus in den Wald.“

Viele Rückkehrer
Aber wie bei Trude Herr heißt es auch bei den Eichhörnchen: Niemals geht man so ganz. Die Erfahrungs-Faustformel von Claudia Schäfer heißt: „80 Prozent aller ausgewilderten Tiere kommen zurück, 30 Prozent gehen sogar zurück in die Voliere.“ Deshalb hat Markus Herber die Tür offen gelassen. Und tatsächlich: Eins der ausgewilderten Tiere ist zurück gekehrt, ein weiteres hat es sich nebenan im Baum gemütlich gemacht und erkundet von dort aus die nähere Umgebung. Claudia Schäfer ist optimistisch: „Das Tier wirkt relativ tiefenentspannt.“

Gar nicht entspannt reagiert die Expertin, wenn sie auf die schwarzen Hörnchen angesprochen wird, die angeblich die heimische Art verdrängen. „Es gibt keine bösen Hörnchen. Wir haben das Grauhörnchen in Deutschland noch gar nicht. Ob rot, ob braun, ob schwarz: Bei uns gibt es nur das europäische Eichhörnchen.“

Mehr Infos zum Waldpädagogischen Zentrum und zur neuen Eichhörnchenstation in Grafenwald gibt es auch im Internet: www.sdw.wpz-bottrop.de.

Quelle: derwesten.de - Kay Süselbeck




17.05.2016
Eine empfehlenswerte Idee

Zwei Reviere in meiner Nachbarschaft haben seit vielen Jahren alle Hochsitze mit Nistkästen ausgestattet. Auch wenn der Abstand zur Leiter grösser sein sollte, um Wiesel und Co die Besuchswünsche zu nehmen, ist das eine gute Möglichkeit zur Förderung des Vogelschutzes.

Im Übrigen, wenn Kanzeln und Nistkästen von Wanderwegen aus zu sehen sind ist das eine positive Öffentlichkeitsarbeit.

Wir Jäger haben uns in der Vergangenheit versteckt und gute Taten im stillen Kämmerlein vollbracht. Langsam dürfte sich die Erkenntnis durchgesetzt haben, dass wir unsere Taten sichtbar machen müssen. Getreu dem Motto: „Tue Gutes und sprich darüber!“

Gerd Tersluisen (Hegering Gladbeck)




20.03.2016
Fast jede zweite Tier- und Pflanzenart in NRW ist bedroht


Feldhamster - Foto: DPA/derwesten.de

Ziegenmelker, Große Moosjungfer, Echte Mondraute: Es gibt Tiere und Pflanzen in Nordrhein-Westfalen, von denen die meisten Menschen wohl noch nie gehört haben. Rund 45.000 verschiedene Tierarten leben in NRW – und nur 12.000 davon sind wissenschaftlich umfangreich untersucht.

Der Mensch hat großen Teil am Artensterben
Doch diese Vielfalt ist seit Jahrzehnten in Gefahr: Heute steht beinahe jede zweite untersuchte Art auf der Roten Listen – diese Tiere und Pflanzen sind gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben. "Wir sind dabei, die Festplatte unserer Natur unwiederbringlich zu löschen. Wir müssen handeln bevor es zu spät ist", sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) Anfang März anlässlich des internationalen Tages des Artenschutzes.

Häufig ist der Mensch Schuld daran, dass Arten sterben und in Gefahr geraten – das betont das Umweltministerium genauso wie die großen Umweltschutzverbände BUND oder NABU. Schuld sind vor allem der hohe Flächenverbrauch, die intensive Landwirtschaft, die Belastung durch Schadstoffe oder die Begradigung von Flüssen.

Beispiel Landwirtschaft: "Der starke Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln tötet Insekten, dadurch finden andere Tiere weniger Nahrung und sind gefährdet", sagt der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht. Zudem würden Wiesen heute öfters gemäht und Felder viel intensiver bearbeitet, etwa indem sie direkt nach der Ernte umgebrochen werden. Darunter leiden Vögel, die in Wiesen nisten oder Arten, die in Ackerlandschaften leben – wie der Feldhamster. Nachdem er bis in die 1970er-Jahre in Nordrhein-Westfalen sehr weit verbreitet war, ist der kleine Nager hier mittlerweile so gut wie ausgestorben.

Kaum noch große zusammenhängende Naturräume
Auch der hohe Flächenverbrauch in NRW macht vielen Tier- und Pflanzenarten zu schaffen. "Jeden Tag werden 10 Hektar Natur- oder Landwirtsfläche zu Bauland umgewandelt", sagt Sticht. 10 Hektar – das sind ungefähr 14 Fußballfelder.

Eng verbunden mit dem Verbrauch ist die Flächenzerschneidungdurch Siedlungen oder Verkehrswege. Große, zusammenhängende Naturräume mit guten Versteckmöglichkeiten sind gerade für größere Säugetiere wie Hirsche, Mader oder Wildkatzen unverzichtbar. Laut Umweltministerium gibt es in NRW aber nur noch sechs unzerschnittene und verkehrsarme Gebiete mit mehr als 100 Quadratkilometern: Jeweils eins im Rothaargebirge, der Eifel und im Teutoburger Wald sowie drei im Sauerland. Insgesamt seien 77 Prozent der Lebensräume im Tiefland in keinem guten Zustand.

Auch der Zustand der Gewässer ist nicht gut. Zwar ist die Wasserqualität nach Angaben des BUND in den vergangenen Jahren beinahe überall gestiegen, dennoch verfügen nur sechs Prozent der Flüsse und Seen über ein intaktes Ökosystem. Zudem sei vor allem die Struktur der Gewässer schlecht für Tiere und Pflanzen, rund 60 Prozent seien stark von Menschen verändert oder künstlich angelegt worden. "Es zeigt sich, dass die menschlichen Eingriffe der Vergangenheit in Form von Begradigungen und die Belastung der Flüsse mit Abwässern oder anderen Substanzen diesen wertvollen Lebensraum massiv belastet haben", so Umweltminister Johannes Remmel.

Diese unterschiedlichen Belastungen für die Umwelt ziehen sich durch das gesamte Bundesland. "Grundsätzlich sind alle Naturräume in Nordrhein-Westfalen ähnlich stark betroffen", sagt BUND-Landesvorsitzender Holger Sticht.

Bieber, Wildkatze und Wanderfalke als positive Beispiele
Trotz allem gibt es auch positive Beispiele. So wurde der beinahe ausgerottete Biber in der Eifel (1981) und am Niederrhein (2002) erfolgreich wieder angesiedelt und breitet sich heute selbständig wieder aus. Der Status der Wildkatze auf der Roten Liste hat sich von "vom Aussterben bedroht" auf "gefährdet" verbessert – in der Eifel lebt mittlerweile eine der größten Populationen in Europa. Allein im nordrhein-westfälischen Teil des Mittelgebirges sind es rund 250 Tiere. Großen Anteil an der vergleichbar guten Situation der Wildkatze haben umfangreiche Artenschutzmaßnahmen – etwa die Errichtung von speziellen Brücken, über die die Tiere Autobahnen überqueren können.

Dem Wanderfalken, der heute sogar komplett von der Roten Liste gestrichen ist, hat vor allem das Jagdverbot geholfen. "Der Erfolg beim Wanderfalken zeigt, dass auch einfache Maßnahmen eine große Wirkung entfalten können", sagt Sticht.

Was die Zukunft der bedrohten Tierarten in NRW angeht, gibt sich der BUND-Vorsitzende verhalten zuversichtlich: "Ich bin Zweckoptimist." Immerhin sei das Bewusstsein für den Artenschutz bei den Menschen gestiegen. "Biologische Vielfalt ist mittlerweile ein Begriff, mit dem viele Leute etwas anfangen können", meint Sticht. "Trotzdem müssen wir weiterhin sehr viel Überzeugungsarbeit leisten."

Ohne ehrenamtlichen Einsatz funktioniere Naturschutz nicht
Fest steht für Sticht jedenfalls: Der Staat alleine wird den Zustand der bedrohten Tier- und Pflanzenarten nicht verbessern können. "Der behördliche Naturschutz wird es nicht hinkriegen", sagt der Verbandsvertreter. "Der Schlüssel ist bürgerschaftliches Engagement." Also ehrenamtliche Umweltschützer, die sich beim BUND oder anderen Verbänden und Vereinen engagieren.

Nur wenn genügend Menschen sich freiwillig und mit Leidenschaft für ihre Umwelt einsetzen – meint Sticht – haben Ziegenmelker, Große Moosjungfer oder Echte Mondraute eine dauerhafte Zukunft.

Hintergrund: Die Roten Listen sind Fachgutachten und zeigen den Grad der Gefährdung von Tieren und Pflanzen auf. Vereinfacht verlaufen die Abstufungen von "gefährdet" über "stark gefährdet" und "vom Aussterben bedroht" bis "ausgestorben oder verschollen". In Nordrhein-Westfalen gibt es bisher vier unterschiedliche Fassungen: 1979, 1986, 1999 und 2011.

Quelle: derwesten.de - Robin Kunte




24.02.2016
"Presseinformation-Kormoran ./. Auszug aus "Geschütze Arten in NRW"

"Das NRW-Umweltministerium schreibt in der druckfrischen Broschüre Geschütze Arten in NRW zum Kormoran u.a. "Durch Jagdverschonung und günstige Umweltbedingungen brütet er seit 1986 wieder in Nordrhein-Westfalen". Meines Wissens unterlag der Kormoran in NRW nie dem Jagdrecht und es gibt auch keine historisch belegten Brutplätze in NRW. Sollte ich Unrecht haben, bitte ich um Hinweise. Die PM des Fischschutzvereins Siegburg von 1910 e.V. geht in eine ganz andere Richtung und mit Sicherheit kannten die Gründungsväter des Fischschutzvereins 1910 keine Kormorane an der Sieg, weder als Durchzügler noch als Brutvogel. In eigener Sache: Ich schreibe Sie aus der Überzeugung an, dass nur gegenseitige Informationen helfen, Probleme sachgerecht zu lösen." Stefan Jäger, Geschäftsführer Verband der Fischereigenossenschaften NRW e.V.

Laden Sie hier die Artenschutzbroschüre des Landes NRW herunter.

Laden Sie hier die Presseinformation zum Kormoran herunter.




22.02.2016
Kommentar von Ralf Stephan (LAND & Forst-Chefredakteur):
Schwerer Stand im Wolfsland Nr. 1

Seinen Tierhaltern hat Niedersachsen jede Unterstützung in Sachen Wolfsmanagement versprochen und dabei weitgehend versagt: Im vergangenen Jahr gab es hier erstmals mehr Wolfsangriffe auf Nutztiere als in Sachsen. LAND & Forst-Chefredakteur Ralf Stephan kommentiert die Situation.

Beim Thema Wolf hat Niedersachsen nahezu unbemerkt eine neue Spitzenposition im Vergleich der Bundesländer eingenommen: Im vergangenen Jahr gab es hier erstmals mehr Wolfsangriffe auf Nutztiere als in Sachsen, das bisher als das Wolfsland Nr. 1 galt.

Mit 57 Angriffen, bei denen insgesamt 190 Tiere getötet wurden oder zu Schaden kamen, gebührt dieser zweifelhafte Ruhm nun den Norddeutschen. Sachsen verzeichnete 56 Angriffe mit 168 geschädigten Tieren.

Zahl der Wolfsübergriffe stark angestiegen
Der große Unterschied aber besteht im Tempo. Während in Sachsen seit 2002 Schäden auftreten, die von Jahr zu Jahr stark schwanken, steigt die Zahl der Wolfsübergriffe hierzulande steil an: Waren es 2012 noch sechs, folgten im Jahr darauf 16; für 2014 sind 27 ausgewiesen - bis 2015 gab es also fast eine Verdoppelung von Jahr zu Jahr.

Weidetierhalter, vor allem aber Schäfer verfolgen diese Entwicklung mit großer Sorge. Ihre immer wieder neu vorgetragenen Forderungen nach Unterstützung wurden jedoch offenbar von der Landesregierung bisher nicht ernst genug genommen.

Schafhalter contra Umweltministerium
Das wurde während der Anhörung des Agrarausschusses im Niedersächsischen Landtag in der vorigen Woche mehr als deutlich. Mit dem für den Wolf zuständigen Umweltministerium gingen vor allem die Verbände der Schafhalter hart ins Gericht, weil zugesagte Maßnahmen ausgeblieben sind. Deutlich wurde bei der Befragung durch die Abgeordneten zudem, dass die Zusammenarbeit der Behörden nicht funktioniert.

Panne bei Besenderung von Wölfen
Überraschen konnte das nach der Anfang des Monats bekannt gewordenen, schweren Panne mit der Besenderung allerdings kaum noch.

Zwei der Sender, mit denen im vorigen Jahr für viel Geld Wölfe aus auffälligen Rudeln versehen wurden, waren über Wochen ausgefallen, ohne dass die Behörden darauf reagierten.

Aktuelle Wolfsrisse schneller bearbeiten
Immerhin kommt nach der Anhörung etwas Bewegung in den Apparat von Umweltminister Wenzel. Die Bearbeitung von aktuellen Wolfsrissen - in diesem Jahr bereits sechs an der Zahl - soll endlich beschleunigt werden, indem man zwei neue Veterinäre einstellt. Damit würde wenigstens eine Minimalforderung der Schäfer erfüllt.

Tierhalter ohne Rückendeckung
Um der Weidetierhaltung in Wolfsgebieten tatsächlich eine Perspektive zu geben, reicht dies noch lange nicht aus. Dass die Landesregierung die Tierhalter mit ihren Problemen weitgehend allein lässt, hat sicher auch damit zu tun, dass sich der Landwirtschaftsminister in dieser Frage noch immer nicht vernehmlich gegenüber seinem Kollegen Umweltminister positioniert hat.

Lesen Sie den ganzen Beitrag auf auf agrarheute.com




11.02.2016
Warum es immer weniger Fasane gibt


Fasane am Wegesrand

Jahrhundertelang saßen die großen Vögel im Nordwesten auf fast jedem Acker. Doch mittlerweile sind sie selten geworden. Eine Vogelseuche schließen Veterinäre aus. Sie haben einen anderen Verdacht.

Lesen Sie den ganzen Beitrag auf welt.de




11.02.2016
WAZ: Große Storchen-Schwärme überwintern am Niederrhein


Afrika muss nicht sein, am Niederrhein ist auch nett: eine Storchenversammlung auf einer Wiese - Foto: Werner Niehuis

Immer mehr Störche überwintern am Niederrhein. Viele stammen aus Nord- oder Ostdeutschland und sparen sich zu Zeiten des Klimawandels die lange Reise.

Im Winter nach Afrika? Das muss nicht sein – jedenfalls nicht, wenn das Wetter so lau ist. In Zeiten des Klimawandels brechen längst nicht mehr alle heimischen Störche zur großen Reise auf. Neu ist, dass offenbar auch ortsfremde Störche in größerer Zahl am Niederrhein überwintern. Mal 12, mal 20, sogar mal 30 bis 40 Tiere: In den letzten Wochen wurden immer wieder größere Trupps gesichtet.

„Das haben wir so noch nicht erlebt“
„Das haben wir so noch nicht erlebt“, berichtet Storchenbeobachter Hans-Gerd Kersten im Gespräch mit der NRZ. Gesehen wurden die Tiere z. B. an der A 3 zwischen Rees und Emmerich. Einige Vogel hätten Ringe aus Wilhelmshaven getragen, stammen also aus Norddeutschland. Andere seien aus den Neuen Bundesländern. Ganz augenscheinlich halten sich die Störche länger in der Region auf. „Nahrung finden sie ja genug“, meint Kersten. Und das ist das Entscheidende für Zugvögel. Kaltes Wetter macht ihnen nichts.

Experten raten Vögel das ganze Jahr über zu füttern
Die Tiere finden auf natürlichem Wege nicht mehr genug Futter. Deshalb raten Vogelexperten sie auch im Frühjahr, Sommer und Herbst zuzufüttern.
Landesweit sind Weißstörchenpopulationen im Aufwind. Genau 200 Brutpaare wurden im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen gezählt. Die größte Storchengruppe befindet sich im Kreis Minden-Lübbecke. Mit 36 Paaren liegt der Niederrhein auf Platz 2. 17 davon brüteten im Kreis Wesel, 17 im Kreis Kleve, zwei in Duisburg, der Kreis Viersen ging 2015 leer aus. Der Bruterfolg war aber mäßig, im trockenen Sommer war die Nahrung knapp. Im Kreis Kleve z. B. verließen nur 24 Jungstörche die Nester. Dabei hatte es zunächst 43 Küken gegeben.

Dass die Reiselust nachlässt, beobachten Vogelkundler schon länger. Hans-Gerd Kersten geht davon aus, dass sich derzeit schon wieder acht heimische Storchenpaare im Kreisgebiet befinden. Vermutlich haben sechs dieser Paare den Niederrhein in diesem Winter gar nicht verlassen, die anderen dürften nicht weit geflogen sein. „Sonst wären sie nicht schon wieder da“, meint Kersten.

Storchenkalender verschiebt sich immer weiter nach vorne
Fachleute wie er beobachten, dass der Storchenkalender sich immer weiter nach vorne verschiebt. „Unser erstes Paar hier kam damals im März 1996 aus dem Winterquartier nach Zyfflich und fing im April an zu brüten“, erzählt Kersten. Im vergangenen Jahr hätten die Störche schon Anfang März gebrütet.

Wann in diesem Jahr gebrütet wird, sei schwer zu sagen: „Schauen wir mal.“ Bei dem milden Wetter der vergangenen Tage hat Kersten schon Paarungsanwandlungen bei den Störchen beobachtet: „Die hatten bereits ganz komische Zuckungen. Und ordentlich geklappert haben sie auch schon...“



Quelle: derwesten.de - Holger Dumke – Foto: Werner Niehuis




07.02.2016
WAZ: Kastration von Freigänger-Katzen wird in Essen zur Pflicht


Katzen im Essener Tierheim - Foto: Annika Wacker

Mit Hilfe einer Verordnung will die Stadt Essen die wachsende Zahl verwilderter Katzen eindämmen. Freigänger sollen sich nicht mehr vermehren können. Kastration von Freigänger-Katzen wird in Essen zur Pflicht

„Tier sucht Mensch“ heißt es täglich in dieser Zeitung. Aufmerksamen Lesern dieser Rubrik wird nicht entgangen sein, dass es häufig Katzen sind, die das Tierheim an einen neuen Besitzer vermitteln will. Mehr als 2000 herrenlose „Stubentiger“ wurden allein im vergangenen Jahr an der Grillostraße abgeben. In den meisten Fällen ließ sich mangels Kennzeichnung nicht ermitteln, wohin die Tiere gehören.

Nicht allein aus diesem Grund will die Stadt Essen Halter von Katzen dazu verpflichten, ihre Tiere durch eine Tätowierung oder mit einem Mikrochip kennzeichnen und anschließend registrieren zu lassen, sofern es sich wohlgemerkt um so genannte Freigänger handelt. Damit nicht genug: Katzen, die es sich nicht nur daheim am warmen Ofen gemütlich machen, sondern die sich frei in der Natur bewegen, sind zu kastrieren. Einer Verordnung zum Schutz freilebender Katzen soll der Stadtrat Ende Februar zustimmen. Haltern, die gegen die Verordnung verstoßen, wird ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro angedroht.

Die Stadt will so verhindern, dass sich freilebende Katzen zwischen Karnap und Kettwig weiter unkontrolliert vermehren. Elke Esser-Weckmann, Vorsitzende des Tierschutzvereins Groß-Essen, schätzt deren Zahl auf 20 000. Jede Hauskatze und jeder Kater, der als Freigänger durch die Gegend streunt und geschlechtsreif ist, trage dazu bei, dass sich die Zahl der freilebenden Katzen weiter erhöht. „Diesen Teufelskreis gilt es zu unterbrechen“, betont Elke Esser-Weckmann. Denn häufig litten die Tiere unter Hunger und Krankheiten; der Witterung seien sie schutzlos ausgeliefert, um ihre Reviere müssten sie kämpfen. Kurz: Die Tiere leiden. Eben deshalb erlaubt es der Gesetzgeber den Kommunen, den unkontrollierten Auslauf geschlechtsreifer Katzen einzuschränken.

Stadt schafft mehr Rechtssicherheit
Und auch das soll die Verordnung erlauben: Wird eine freilebende Katze aufgegriffen, darf auch sie kastriert und gekennzeichnet werden. Die Stadt schafft damit mehr Rechtssicherheit. „Tierschützer kommen aus der Grauzone heraus“, formuliert Elke Esser-Weckmann.

Essen betritt damit nicht etwa Neuland. 2007 hat Paderborn als erste Stadt eine entsprechende Verordnung erlassen. Bis heute sind 370 Kommunen in ganz Deutschland diesem Beispiel gefolgt, davon 100 in Nordrhein-Westfalen. Hat die Verordnung zum Schutz der Katzen gehalten, was sich die Initiatoren davon versprochen haben? Elke Esser hebt hervor, dass es in Paderborn keine einzige Klage vor Gericht gegeben habe, Rechtssicherheit sei also geschaffen worden. Was die Anzahl der freilebenden Katzen angeht, habe sich die Situation zumindest entspannt.

Wie schnell dies auch in Essen gelingen kann, bleibt abzuwarten. Eine Erfolgskontrolle soll zehn Jahre nach Einführung durchgeführt werden. Dies entspreche des zu erwartenden Lebensalters freilebender Katzen. Erst nach Ablauf dieser Frist sei mit verlässlichen Zahlen zu rechnen. Apropos Zahlen: Im Tierheim an der Grillostraße suchen aktuell 80 Katzen ein neues Zuhause.

Tierschutzverein hilft finanziell
Der Tierschutzverein unterstützt die Kastration von Katzen auch finanziell. Für Kater gibt es gegen Vorlage der Tierarztrechnung einen Zuschuss in Höhe von 30 Euro, für Katzen 60 Euro. Für die Kennzeichnung per Chip gibt es weitere zehn Euro. Eine Kastration kostet zwischen 100 und 120 Euro.

Bei Erhebungen des Tierschutzvereins und des Cat-Sitter-Clubs Essen wurden an 62 Futterstellen 687 Katzen gezählt: in Vogelheim 80, in Altenessen 67, in Frillendorf 65, in Kuperdreh 59, in der Innenstadt 43. Auch an allen anderen Futterstellen seien zweistellige Zahlen ermittelt worden.

Quelle: derwesten.de - Marcus Schymiczek – Foto: Annika Wacker




06.01.2016
Greifvogel gefunden? - Was tun?


Sylvia Urbniak - Foto: Frank Seifert (DJV)

Die Temperaturen und der erste Schnee sind gefallen. Am Straßenrand sitzt ein Greifvogel, der nicht wegfliegt. ‚Was tun?‘, fragt sich der aufmerksame Spaziergänger. Die Expertin Sylvia Urbaniak gibt Hinweise im DJV-Interview.

06. Januar 2016 (DJV) Berlin
Wer sich bei diesen eisigen Temperaturen auf einen Winterspaziergang begibt, hat häufig die Möglichkeit Wildtiere zu beobachten. Denn diese lassen, um Energie zu sparen, Menschen näher an sich heran als sonst. Flüchtet aber etwa ein Greifvogel nicht, so kann er verletzt oder geschwächt sein. Was in einer solchen Situation zu tun ist, erklärt die Tierarzthelferin und Greifvogel-Expertin Sylvia Urbaniak von der Greifvogelhilfe Rheinland NRW (www.greifvogelhilfe.de) im DJV-Interview.
DJV: Was tut der Spaziergänger, der einen offensichtlich nicht flugfähigen Greifvogel findet?

Urbaniak: Das Wichtigste ist, sich den Fundort genau einzuprägen. Ein verletzt oder geschwächt aufgefundenen Altvogel kann so nach der Genesung wieder im angestammten Revier freigelassen werden. Da kennt er sich aus. Ist es ein Jungvogel, der etwa bei einem Sommergewitter aus dem Nest gefallen ist, gelingt es uns, das Jungtier mit seinen „Familienangehörigen“ zu vereinen.
Greifvögel haben spitze Krallen und scharfe Schnäbel. Wie nimmt man einen solchen Patienten auf ohne selbst verletzt zu werden?
Greifvögel sind Augentiere. Solange sie etwas sehen, versuchen sie zu fliehen oder sich zu verteidigen. Nimmt man Ihnen den Gesichtssinn, indem man ihnen eine Jacke oder Decke überwirft, kehrt Ruhe ein. Man kann den Vogel dann gefahrlos fest halten, indem man über den Rücken zugreift und mit beiden Händen die Flügel am Körper fixiert. Bleiben die Augen verdeckt - selbstverständlich so, dass der Vogel noch Luft bekommt - wird er sich ruhig verhalten und man kann ihn auch transportieren. Für den Weitertransport von Zuhause zum Tierarzt oder der Auffangstation empfiehlt sich ein dunkler Umzugskarton mit ein paar wenigen Luftlöchern- gerade so viel, dass genug Luft hineinkommt aber kein Licht einfällt. Nie sollten Käfige genutzt werden, aus denen der Vogel herausschauen kann: Er könnte sich durch Fluchtversuche zusätzlich verletzen oder wäre durch geknickte und gebrochene Federn nicht mehr wildbahntauglich. Dunkelheit bedeutet Ruhe. Das kann überlebenswichtig sein.

Braucht der geschwächte Greifvogel Futter?
Auf keinen Fall. Wir erleben sehr häufig, dass im Zuge falsch verstandener Tierliebe Greifvögel, deren ursprüngliche Überlebenschance gar nicht so schlecht gewesen wäre, buchstäblich zu Tode gefüttert werden. Katzenfutter oder Speisereste sind kein artgerechtes Futter für einen Greifvogel. Die Entscheidung darüber, was und wie viel gefüttert wird, muss unbedingt ein Spezialist fällen, etwa der behandelnde Tierarzt. Ein mit Konservenfisch vollgestopfter Turmfalke ist ein fast hundertprozentiger Todeskandidat.

Wo finde ich Hilfe?
Sie sollten unbedingt Kontakt zu einem Tierarzt mit dem Schwerpunkt Vogelmedizin aufnehmen. Eine sehr gute Übersicht über spezialisierte Tierärzte bietet die Seite www.vogeldoktor.de Nach einer medizinischen Erstversorgung entscheidet dann der Tierarzt, wie weiter mit dem Patienten umgegangen wird und ob dieser sofort wildbahntauglich ist oder weiter durch eine Auffangstation betreut werden muss.

Was passiert mit dem Vogel in einer Auffangstation?
Die Betreuung umfasst ein breites Leistungsspektrum und ist von Art zu Art unterschiedlich, da die bei uns vorkommenden Spezies unterschiedliche Ansprüche stellen. Möglich sind: Behandlung gegen Parasiten oder von kleineren Verletzungen bei Kurzzeitpatienten, Aufzucht von Jungvögeln, Langzeitpflege nach operativen Eingriffen bis hin zur Auswilderung nach speziellem Training. Hier sind wir mit Falknern gut vernetzt, die aufgrund ihrer Erfahrung in der Lage sind, solche Patienten für ein Überleben in der Natur fit zu machen.

Man kann sich das so vorstellen: Niemand käme auf die Idee, einen Fußballprofi nach zwei Monaten Gipsfuß, sofort für 90 Minuten wieder auf den Platz zu stellen. Er hat zwar die Erfahrung und Technik, aber aufgrund der langen Ruhephase fehlt im die Fitness. Aktive Jäger wie ein Habicht, der verletzungsbedingt mehrere Wochen fixiert werden musste, um seine Verletzung auszuheilen, werden ohne entsprechende Muskulatur, ohne Kondition nicht fähig sein, erfolgreich Beute zu machen. Sie würden in freier Wildbahn ohne Training jämmerlich zu Grunde gehen. In einer kleinen Voliere können diese Spezialisten ihre Wildbahnfähigkeit nicht wieder erlangen. Sie müssen deshalb von Falknern trainiert werden.

Wie finanzieren Sie sich?
Den Mammutanteil der laufenden Kosten von etwa 8.000 Euro im Jahr erbringen wir aus eigener, persönlicher Leistung. Unterstützung erfahren wir von Seiten der Behörden, den Findern, behandelnden Tierärzten, von Naturschutzverbänden, unserer örtlichen Jägerschaft und Falknern aus dem Deutschen Falkenorden.

Nützliche Links:
Was habe ich da gefunden? http://www.greifvogelhilfe.de/artenbestimmung/

Kontaktadressen spezialisierter Tierärzte: http://www.vogeldoktor.de

Auffangstationen in den Ländern, Weitervermittlung: http://d-f-o.de/vorstand.html

oder
www.greifvogelhilfe.de

Aktuelle Zahlen zu den Auffangstationen DFO: http://d-f-o.de/greifvogel-und-naturschutz/articles/auffangstationen.html

Quelle: Deutscher Jagdverband




23.10.2015
Bedrohte Artenvielfalt


Sibirische Zwergschwäne rasten in Schleswig-Holsten - Foto: Picture Alliance

Sibirische Schwäne sind in diesem Jahr außergewöhnlich früh in ihren Winterquartieren eingetroffen. Biologen sehen darin einen Hinweis auf das Wetter. Dabei hilft ihnen eine russische Volksweisheit.

Natürlich können Tiere keine exakten Wettervorhersagen liefern. Aber am Verhalten mancher Arten kann man eine ganze Menge darüber ablesen, ob es sonnig oder trübe, windig oder lau werden wird. Solche kleinen Prognosehilfen haben sich in der Vergangenheit immer wieder als erstaunlich hilfreich herausgestellt – und sie haben Eingang in Mythen und Volksweisheiten gefunden.

Ein russisches Sprichwort beispielsweise sagt, dass die Schwäne den Winter auf ihren Schwingen bringen, weil sie dem frostigen Wetter vorausfliegen. „Falls diese Prophezeiung stimmt, wird der Winter in diesem Jahr lang und eisig“, sagt Biologe Dominic Cimiotti vom Michael-Otto-Institut in Bergenhusen.

Die Zwergschwäne haben ihre Brutgebiete in der nordrussischen Tundra in diesem Herbst besonders früh verlassen. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Wildfowl & Wetlands Trust (WWT) aus Großbritannien traf der erste Zwergschwan in England am 11. Oktober ein – 25 Tage früher als im vergangenen Jahr und so früh, wie seit 1963 nicht mehr. Auch in den Niederlanden seien bereits Zwergschwantrupps am Gooimeer und am Lauwersmeer gesichtet worden, hieß es.

Zwergschwäne in Deutschland gesichtet
Das deckt sich mit Beobachtungen aus Schleswig-Holstein. Dort wurden bereits am 27. September zwei Zwergschwäne im nordfriesischen St. Peter-Ording entdeckt, die ersten beiden Zwergschwäne auf ihrer Durchreise. Im Vergleich zum Vorjahr waren sie zehn Tage früher auf dem Durchzug in ihre schneefreien Winterquartiere in Irland, England und den Niederlanden, sagte Nabu-Biologe Cimiotti.

Das passt laut WWT zu den ungewöhnlich frostigen Temperaturen in Osteuropa mit Werten von bis zu zehn Grad unter der Durchschnittstemperatur. Dies habe offenbar zu einem frühen Abzug der Schwäne in Richtung Westeuropa geführt.
Der frühe Zwergschwanzug könnte ein Indiz dafür sein, dass der Winter in einigen Ländern ungewöhnlich früh einsetzt, sagte Cimiotti. Er relativiert aber: „Vermutlich sagen die Beobachtungen der Zwergschwäne aber eher etwas über die aktuelle Wettersituation aus als über das, was in den nächsten Monaten kommt.“

Der Zwergschwan ist Europas kleinster Schwan und etwas kleiner als sein bekannter Verwandter, der Höckerschwan. Der auffälligste Unterschied ist sein schwarz-gelb gemusterter Schnabel: Dieser ist individuell – wie ein Fingerabdruck.

Quelle: diewelt.de/ dpa/ph / Wolfgang Runge – Foto: pa




29.09.2015
Bedrohte Artenvielfalt

Aktionsbündnis fordert Maßnahmen, um Biodiversitätsverlust aufzuhalten

HALTERN. Auf dem Gebiet der Stadt sollen Maßnahmen ergriffen werden, um dem Artenschwund und dem Verlust der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken. Das ist der Wunsch eines Aktionsbündnisses, das sich jetzt mit einem entsprechenden Antrag an Bürgermeister Bodo Klimpel gewandt hat.

Auf den Weg gebracht haben den Antrag mehrere Vereine – der Natur- und Vogelschutzverein Haltern und Umgebung, der Hegering Haltern am See, die Naturschutzgruppe des Heimatvereins Lippramsdorf, der Heimatverein Sythen, der Imkerfachverein, sowie die Ortsgruppe des Kreisverbandes vom Naturschutzbund (NABU) Recklinghausen.

„Mit großer Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass der Verlust der Artenvielfalt und der Biodiversität immer weiter fortschreitet“, begründet die Teilnehmer des Aktionsbündnisses ihren Antrag. „Botaniker, Ornithologen und Entomologen liefern bedrückende Zahlen zum Artenschwund. Kiebitze, Feldlerchen und Rebhühner sind eine Rarität geworden, es gibt kaum noch Hasen und Fasane, die Schwalbenbestände und Amphibienvorkommen sind massiv zusammengebrochen“, argumentieren sie.

Deutlich weniger Insekten Besonders betroffen seien Insekten, deren Zahl in den letzten Jahren um 75 Prozent zurückgegangen sei. „Wildbienen und Schmetterlinge werden zu Raritäten und Hummeln erhungern in Ermangelung an Wildblumen“, heißt es in dem Antrag. Der Insektenschwund lasse die Bestände vieler Vogelarten und anderer Lebewesen, denen die Nahrungsgrundlage genommen wird, schrumpfen. Nach Angaben der Welternährungsorganisation der Vereinigten Nationen würden zudem rund 35 Prozent der weltweiten Nahrungsmittelproduktion von Bestäubern wie Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten abhängen. „Dies macht deutlich, dass der Mensch als Teil des Ökosystems unmittelbar von dieser Entwicklung betroffen ist“, so die Teilnehmer des Aktionsbündnisses. Sie fordern die Politik nun auf, die Umsetzung eines Maßnahmenpakets zu beschließen, um den Artenschwund und Biodiversitätsverlust aufzuhalten:

› Optimierte Pflege der Wegränder und städtischer Grünflächen: Der Einsatz von Mäh- und Mulchgeräten des Bauhofes oder beauftragter Fremdfirmen sollte den Bedürfnissen der Natur angepasst werden.

› Wiederherstellung von Wegerandstreifen: Die Stadt sollte die Pflege der Wegerandstreifen, die sich in der Regel im städtischen Eigentum befinden und die sie kostenloser wirtschaftlicher Nutzung überlassen hat, wieder übernehmen. Durch die Anlage von Blühstreifen, Schonung der Säume und Randstreifen, sowie durch weniger Mulchen und Mähen, können die Feldflur wieder belebt und der Rückgang vieler Arten aufgehalten werden.

› Grünflächenpaten sensibilisieren: Im Rahmen einer jährlichen städtischen Informationsveranstaltung für schon aktive Grünpaten und für andere interessierte Bürger kann über einen Fachvortrag für das Thema sensibilisiert und für eine naturnahe Gestaltung der Grünflächen geworben werden.

› Neubürger einbinden: Neubürgern könnte als Willkommensgeschenk – zum Beispiel beim Neubürgerempfang – ein Samentütchen für die eigene Gartengestaltung (mit Informationen für einen artenreichen Garten) überreicht werden.

In der Ratssitzung am Donnerstag wurde der Antrag an den Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss verwiesen, der sich mit dem Anliegen voraussichtlich in seiner kommenden Sitzung am 19. November beschäftigen wird.

Alarmierende Zahlen

> Nach Angaben der Landesregierung liegt die Zahl der bereits ausgestorbenen oder verschollenen Tier- und Pflanzenarten in NRW mit mehr als 9 Prozent so hoch wie nie.

> Insgesamt sind nach der aktuellen „Roten Liste der gefährdeten Arten in NRW“ etwa 45 Prozent der Tier- und Pflanzenarten gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben.

> Nach Untersuchungen des LANUV sind rund 77 Prozent der Lebensräume im Flachland in einem unzureichenden oder schlechten Erhaltungszustand.

> Besorgniserregend ist die Bedrohung für die Artenvielfalt auch in den Gewässern in NRW: So sind von 51 heimischen Fischarten 16 akut gefährdet oder bereits ausgestorben.

Quelle: Halterner Zeitung - Daniel Winkelkotte




„Den Osterhasen vor der Flinte schützen“

WAZ Gladbeck kompakt, vom 02.04.2015

Pünktlich zum Osterfest, fordert der BUND ein Ende der Hasenjagd und schreibt der Landwirtschaft und den ach so bösen Jägern die alleinige Schuld am Rückgang der lieben Osterhäschen zu.
Herr Stich vom BUND macht sich die Sache verdammt einfach. Er benutzt bewusst die Mittel der Halbwahrheit, um für seine Ziele zu werben. Es geht ja zur Zeit um das neue so genannte „Ökologische Jagdgesetz“, in dessen Vorfeld schon mit gleichen Mittel die Öffentlichkeit falsch informiert wurde.

Der BUND will, so geht es aus seinem Positionspapier zum „Ökologischen Jagdgesetz“ eindeutig hervor, die Jagd abschaffen. Da ihm das mit Sicherheit nicht gelingt und er auch wesentliche Punkte seines Positionspapieres nicht durchsetzen kann, reagiert er zunehmend nervös.

           
Fotos: Gerd Tersluisen - Galerie durch Klick starten

Doch bleiben wir bei dem Hasenbesatz.
Wir Jäger in Deutschland haben die Verpflichtung, nachhaltig zu jagen, d. h. wir müssen und dürfen nur den nutzbaren Zuwachs des Wildes abschöpfen. Das wird bei der Bejagung des Schalenwildes amtlich kontrolliert, über Abschusspläne genehmigt und kontrolliert. Beim Niederwild, zu dem auch Hase und Fasan gehören, trifft diese Verpflichtung nicht zu. Sie wird aber völlig freiwillig und das ist selbstverständlich, von allen Jägern praktiziert. Als Beispiel nenne ich den freiwilligen Verzicht auf jedwede Bejagung des Rebhuhnes seit vielen Jahren, aber auch die Einschränkung der Bejagung auf Hase und Fasan, seit drei Jahren. Den Jägern ist der Rückgang der Strecken zuerst aufgefallen und nicht den „Naturschützern“. Die Jäger schlugen Alarm und forderten die Vergabe von Forschungsaufträgen, die den Rückgang von Hase und Fasan ergründen sollten, um dann den Beständen helfen zu können. Dabei stellte sich heraus, dass die Bestandschwankungen des Hasen periodisch auftreten, üblich sind und nicht von der Norm abweichen. Daher wurde hier auf einen Forschungsauftrag verzichtet.

Wir erlegten auf dem Gebiet des Landes NRW im Jahre 1994 etwa 140000 Hasen, erreichten im Jahre 2003 ein Rekordhoch mit 200 000 Hasen und erlegten im Jahre 2011 110 000 Hasen. Dabei gibt es örtlich große Schwankungen. In vielen Revieren ist die Hasenstrecke überhaupt nicht beeinträchtigt, ja sie stieg sogar.

In fast allen Revieren wird vor der Bejagung eine Hasenzählung durchgeführt. Erst dann wird festgelegt, ob sich eine Bejagung verantworten lässt oder nicht. In kleineren Niederwildrevieren, wie in unserer Stadt, entfallen diese Zählungen. Wir sehen schon im ersten Treiben, ob es große Abweichungen von der Vorjahresstrecke gibt oder nicht und stellen die Bejagung bei einer negativen Entwickelung der Strecke ein(siehe auch WAZ vom (2.11.2014 „Jäger erlegen immer weniger Tiere“). Die Hasenbesätze sollen sich erholen.

Da die Jäger die Jagd freiwillig einstellen, lassen die Streckenmeldungen der letzten vier Jahre keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Hasenbesatz zu. Das ist auch den Herren vom BUND bekannt, wird aber von ihnen aus ideologischen Gründen schlichtweg ignoriert. Wenn wir also nicht die Hasen bis zum bitteren Ende bejagen und so zu messbaren und vergleichbaren Ergebnissen kommen, wird dieser Umstand vom BUND negativ und gegen die Jagd gerichtet ausgelegt.

Ganz anders ist es beim Fasan. Dort sind die Rückgänge der Strecke nicht mehr mit üblichen Besatzschwankungen zu erklären. Aus diesem Grunde wurde hier vom Landesjagdverband ein Forschungsauftrag vergeben, um die Gründe für diesen Rückgang zu untersuchen. Dieser Forschungsauftrag wird seit nunmehr zwei Jahren von der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung, durch Herrn Dr. Michael Petrak und seinem Team, bearbeitet. Aussagekräftige Ergebnisse stehen zur Zeit noch nicht zur Verfügung.

Der Jägerschaft wird vom BUND und anderen „Naturschützern“ immer wieder vorgeworfen, wir würden Fasane aussetzen um sie anschließend „abzuknallen“. Diese Praktiken aus der Vergangenheit sind schon lange bei uns verpönt, obwohl sie rechtlich korrekt sind. Wir hätten doch keinerlei Fasanenprobleme, würden wir die Verluste durch Aussetzaktionen ausgleichen. Warum bezahlen wir wohl teure Forschungsaufträge? Die wären doch ihr Geld nicht wert. Das einige wenige aus unseren Reihen in großen Niederwildrevieren des Münsterlandes und der norddeutschen Tiefebene auch weiterhin Aufzuchtstationen für Fasane betreiben, ist rechtlich von niemanden zu beanstanden auch nicht vom BUND. In Gladbeck gibt es so etwas jedenfalls nicht.

Der Fasan ist für den Naturschutz ein „Jagdpapagei“, der in unseren Fluren nichts zu suchen hat. Aus diesem Grunde wird sein dramatischer Rückgang auch nicht erwähnt.

Der BUND möge doch einmal den o.g. Artikel aus der WAZ und den Artikel aus der WAZ vom 23.09.2014 „Jäger fordern Chip-Pflicht für Katzen“ bei seinen Überlegungen berücksichtigen. Die niedrigen Strecken an Hase und Fasan auf dem Gebiet der Stadt Gladbeck haben sicherlich zum Teil etwas mit der Landwirtschaft, mit Krankheiten, mit dem Verlust durch Straßenverkehr, aber zum großen Teil auch etwas mit den Prädatoren zu tun. Wenn in vier Gladbecker Revieren 15 Hasen und 5 Fasane, 53 Füchse, 179 Aaskrähen und 99 Elstern erlegt werden, gleichzeitig aber der Tierschutzverein Gladbeck die Zahlen der nicht zuzuordnenden Katzen in unserer Stadt mit 1000 schätzt, kommt man doch ins Grübeln.

Wohl gemerkt: Wir schießen in Gladbeck wie in allen anderen Großstädten in NRW keine Katzen und sind froh, dass die Tierärzte mittlerweile eine Kastrations- und Chip-Pflicht für Stubentiger fordern. Sie schließen sich damit der Forderung der Jäger an. Fehlt nur noch die Verdrängung dieser Prädatoren aus dem Revier, damit der Schaden für Lerche, Kiebitz, Fasan und Hase möglichst gering gehalten wird. Die Katzenfreunde und andere Tierschützer machen es sich zu einfach, die behandelten Katzen nach der Kastration wieder in die Natur zu entlassen. Diese Streuner sollten anschließend in ein ordentliches zu Hause gebracht werden. Das ist Naturschutz pur und hilft der bedrängten Tierwelt, insbes. dem „Osterhasen“ und nicht die publikumswirksame Forderung nach Einstellung der Jagd auf Meister Lampe.

Allen Kindern und ihren Eltern sei gesagt:“ Wir Jäger sorgen dafür, dass auch in Zukunft der Hase zu Ostern auf unseren Feldern herumhoppelt und von allen zu beobachten ist.“ Ich freue mich schon jetzt darauf, Mitte April wieder mit Schulkindern durch Gladbecks Fluren zu wandern und ihnen den Osterhasen zeigen zu können. Wenn die Vegetation nicht all zu hoch ist, wird das sicherlich klappen.

Gerd Tersluisen
Obmann für Öffentlichkeitsarbeit im Hegering Gladbeck
Obmann für Naturschutz der KJS Hubertus Recklinghausen e.V.
www.försterkinder.de




Vorsicht bei der Erntejagd

Die Ernte von Raps und Getreide ist bereits im Gange. Zwei DJV-Videos geben Hinweise zur Sicherheit und Notwendigkeit von Erntejagden.
Hier geht's zu den Filmen:



Quelle: DJV






Rettet das Rebhuhn

Hier können Sie die DJV-Presselmeldung zum Rebhuhn-Artenschutz in Großbritannien als pdf-Dokument herunterladen.
Hier klicken!






Pestizide als Ursache für Bienensterben bestätigt


Foto: DPA / Spiegel Online

Das Bienensterben könnte noch dramatischer werden. Experten der EU bestätigten jetzt, dass Pestizide dafür verantwortlich sind. Für die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln ist das eine schlechte Nachricht.

Es ist lange bekannt, dass bestimmte Pestizide schädlich für den Bestand von Honigbienen sein können. Dennoch tun sich Politiker schwer damit, die Chemikalien zur Schädlingsbekämpfung gänzlich zu verbieten. Nun melden sich Wissenschaftler in der Europäischen Union zu Wort. Sie bestätigen, dass der Einsatz bestimmter Gifte für das Bienensterben verantwortlich ist.

Es gebe starke Beweise für die negativen Auswirkungen auf andere Organismen durch Neonicotinoid-Insektizide, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des EU-Wissenschafsnetzwerks Easac.
In dem Bericht werden die Befunde einer Expertengruppe von 13 Forschern zusammengefasst. Das Netzwerk berät Entscheidungsträger in der EU. Die EU-Kommission überprüft bis Dezember die vor zwei Jahren verhängten Beschränkungen für die Pflanzenschutzmittel, die überwiegend von Bayer aus Leverkusen und Syngenta aus der Schweiz produziert werden. Die Mittel werden in mehr als 120 Ländern eingesetzt.

Dem Bericht der Wissenschaftler zufolge sind vom Einsatz der Insektizide nicht nur Honigbienen, sondern auch Motten und Schmetterlinge betroffen, die ebenfalls Pflanzen bestäuben. Auch auf insektenfressende Vögel hätten die Pestizide Auswirkungen. Der Studie zufolge drohe durch Pestizideinsatz ein "Bestäubungs-Defizit" - da immer mehr Nutzpflanzen angebaut werden, die in ihrer Entwicklung auf die Bestäubung der Bienen angewiesen sind.

Bayer und Syngenta klagen
Die Brüsseler Behörde hatte 2013 als Reaktion auf das massenhafte Bienensterben den Gebrauch der umstrittenen Insektizide in der EU stark eingeschränkt. Ihr Einsatz bei der Behandlung von Saatgut, im Boden und beim Besprühen von Pflanzen wurde weitgehend verboten. Bayer und Syngenta hatten dagegen geklagt. Die Konzerne verweisen unter anderem auf Untersuchungen, wonach Faktoren wie die Varroa-Milbe Ursache für den Rückgang der Bienenvölker seien könnten.

Der Verband der europäischen Pflanzenschutzmittelhersteller (Ecpa) kritisierte die Easac-Studie als voreingenommen, irreführend und selektiv. Der Bericht erfülle nicht die wissenschaftlichen Standards und sei von einigen nationalen Experten bereits angezweifelt worden. Die Beschränkungen seien auch nicht wirksam. Nur die Bauern würden sich über ernsthafte Verluste bei ihren Pflanzenbeständen beklagen.

Auch Nektar und Pollen sind giftig
Der Easac-Bericht verwies hingegen auf die wirtschaftlichen Gründe für den Schutz von Bienen und anderen Insekten. Drei Viertel der weltweit gehandelten Nutzpflanzen seien abhängig von Bestäubung.

Schon andere Forscher mahnten, auf die Pestizide zu verzichten: Erst im Juni 2014 hatte eine unabhängige Wissenschaftlergruppe, bestehend aus 29 Forschern unterschiedlicher Disziplinen, mehr als 800 Einzelstudien zu dem Thema untersucht. Ihr Fazit: Es sei höchste Zeit, die Verwendung von Neonicotinoiden zu stoppen. Die Schäden für die Umwelt seien noch viel umfassender, als die Einzelstudien bisher ahnen ließen.
Das Problem mit den Neonicotinoiden sei, dass sie - anders als andere Pestizide - nicht nur auf den Blättern der Pflanze bleiben, schrieben die Forscher im Fachmagazin Environmental Science und Pollution Research. Sie verteilen sich auch in Blüten, Wurzeln, Stamm und sogar in Nektar und Pollen. Wenn Tiere diese Pflanzenteile verspeisen, nehmen sie die Neonicotinoide auf.

Mit ihrer Analyse aus dem Sommer 2014 konnten die unabhängigen Wissenschaftler nicht einmal alle Schäden erfassen, die durch den Einsatz der Chemikalien entstehen. Allein eine Untersuchung der sofortigen Auswirkungen gängiger Pflanzenschutzmittel habe gezeigt, dass diese 5000- bis 10.000-mal tödlicher für Bienen sind als das hochgiftige Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT), das in der Bundesrepublik Deutschland bereits seit Juli 1977 verboten ist.

Quelle: Spiegel Online, 09.04.2015






Hochrechnung: 250.000 Fledermäuse von Windrädern getötet


Foto: DPA / Spiegel Online

Berlin - Die Zahl der Fledermäuse, die jedes Jahr in Deutschland an Windrädern umkommen, könnte größer sein als bislang angenommen. Bei Hochrechnungen zur Zahl der getöteten Tiere gebe es systematische Fehler, berichtet ein Team um Christian Voigt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin.

Der neuen Studie zufolge könnten in Deutschland pro Jahr mehr als 250.000 Fledermäuse an Windrädern getötet werden, wenn diese ohne Auflagen betrieben würden, schätzen die Forscher. Ihre Studie ist im "European Journal of Wildlife Research" veröffentlicht. Bisherige Schätzungen, wie viele Fledermäuse im Jahr umkommen, gehen stark auseinander - Zahlen von unter 100.000 bis zu über 400.000 werden genannt.
Wegen großer Luftdruckänderungen an den Rotorblättern erleiden Fledermäuse in der Nähe eines Windrads ein sogenanntes Barotrauma, bei dem innere Organe zerreißen. Bisher hätten Forscher in ihren Analysen nur die Tiere berücksichtigt, die unmittelbar an Windrädern tot gefunden wurden, erklärt Voigt. Bei einem leichten Barotrauma können Fledermäuse aber noch Minuten oder sogar Stunden weiterfliegen, bevor sie verenden.

Vermutlich erfülle nur ein Bruchteil der aktuell rund 24.000 Windkraftanlagen in Deutschland die Auflagen zum Schutz der fliegenden Säugetiere, teilte der IZW-Forscher mit. Dazu gehört unter anderem, dass die Betriebszeiten der Windräder an den Fledermausflug angepasst werden.
Mehr als 70 Prozent der getöteten Fledermäuse in Deutschland seien nur auf der Durchreise - große Flugrouten der Tiere kreuzen Deutschland. Viele Fledermäuse wandern von Nordosteuropa über Deutschland nach Süd- und Westeuropa, berichtet Voigt. "Deutschland fällt eine zentrale Aufgabe zu, einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der wandernden Fledermäuse in Europa zu leisten", sagt Voigt. Der weitere Ausbau der Windenergie führe zu immer mehr und immer größeren Anlagen. Bleibe alles wie bisher, hätte dies verheerenden Folgen für die Fledermäuse.

Wie viele der Windkraftanlagen bereits Auflagen zum Schutz der Fledermäuse befolgen, konnten die Leibniz-Forscher nicht ermitteln. Diese Zahl sei leider nicht bekannt. Es besteht keine Pflicht der Betreiber, dies zu melden. Bekannt sei aber, dass vor allem ältere Anlagen keine Rücksicht auf die Flugzeiten der Fledermäuse nehmen, sagt Voigt.

Betreiber, die die Tiere schützen, lassen das Flugverhalten der Tiere rund um die Anlage ermitteln. Fledermäuse fliegen stets nur bei bestimmten Windgeschwindigkeiten und Temperaturen. In diesen Zeiten, vor allem im Herbst, werden die Windräder ausgeschaltet.

Bei schwachem Wind vom Netz
Zu den betroffenen Tieren zählt etwa der Große Abendsegler (Nyctalus noctula) und die Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii). Beide seien auch bei etwas höheren Windstärken noch aktiv, heißt es in der Studie. Bisher hatten Naturschützer und Forscher empfohlen, Windräder bei schwachem Wind vom Netz zu nehmen - nur dann flögen die Tiere auf Höhe der Rotorblätter.
Abschließend geklärt sind die Ursachen für die "Todesfalle Windrad" noch nicht. Diskutiert werde auch, ob die Tiere von den Windrädern angezogen werden, schreiben die Forscher in ihrer Überblicksstudie.

Quelle: Spiegel Online






Grünschatz, Energie aus Wildpflanzen

Im Rahmen des Netzwerkes Lebensraum Feldflur UND der Regionalen 2016, lud Herr Hans Rommeswinkel, Abteilungsleiter im Planungs- und Umweltamt der Stadt Dorsten, zu einer Info-Veranstaltung am 01.10.2014 auf dem Hof Böckenhoff, Kirchhellener Allee 143 a in 46282 Dorsten, ein. Um es vorweg zu sagen, der Besuch der Veranstaltung lohnte sich sehr. Nicht nur, das viele Naturnutzer wie Jäger, Landwirte, Imker, Mitglieder des Forstes und Studenten der Landwirtschaft den Vortragsraum gut füllten, nein auch die Referenten zeigten großen persönlichen Einsatz und erfreuten uns mit spannenden Vorträgen.

           

Herr Rommeswinkel stellte einleitend das Thema „Grünschatz, Energie aus Wildpflanzen“ vor und machte uns klar, dass dieses Projekt nunmehr seine Erprobungsphase verlässt und in den kommenden Jahren mit Wirtschaftlichkeitsstudien und wissenschaftlichen Untersuchungen zur Ökologie fortgesetzt werden soll. In den letzten Jahren konnte ein starker Rückgang an Insekten und damit ein Rückgang an Futter für alle Bodenbrüter festgestellt werden. Die Imker beklagten den Verlust ganzer Bienenvölker und die Landwirtschaft den von Hummeln und anderen Bestäubern unserer Beeren- und Obstkulturen. Im Jahre 2009 lief das EU Flächenstilllegungsprogramm aus. Damit wurden 9% der landwirtschaftlich genutzten Fläche dem Naturschutz entzogen und der Nutzung für den Anbau von Energiepflanzen zugeführt. Der Natur gingen die dort wachsenden Wildkräuter verloren, Wildkräuter die für alles Leben in unserer Umwelt von grundlegender Bedeutung sind. Hier greift das Projekt „Grünschatz, aus Energie und Wildpflanzen“, das schon seit zwei Jahren von einigen Landwirten und Jägern erprobt wird. Es soll eine Energiequelle erschließen, die in der Natur ihren Platz hat und die Landwirte von ihrer Wirkung überzeugt. Eine Wildpflanzenmischung, die einmal ausgebracht und lediglich einmal je Jahr geschnitten und verwertet wird (frühestens Ende Juli bzw. bis Mitte August), wird zu einem blühenden Juwel. Sie erfordert in den Folgejahren keinen weiteren Einsatz in den Boden mehr, außer einer jährlichen Düngung und der Ernte. Ab dem zweiten und dritten Jahre ist der volle Ertrag an Biomasse auf der Wildblumenfläche zu erwarten. Die Kultur kann dann nach derzeitiger Kenntnis 6 Jahre stehen. Um es klar zu sagen: Hier sollen keine geschützten Pflanzen in die Natur eingebracht werden, hier sollen neue Pflanzen für die Landwirtschaft entdeckt und wirtschaftlich nutzbar gemacht werden. Sie werden das Landschaftsbild verbessern und den Lebewesen in Wald und Feld eine ungestörte Heimstatt geben. Hier soll den Insekten eine ganzjährige Futterquelle angeboten, dem Wild Äsung und Deckung zur Verfügung gestellt und zu unser aller Nutzen, in den landwirtschaftlichen Produktionsprozess eingefügt werden.

Die Wildblumen heben den Erholungswert der Landschaft und unterbrechen die riesigen Maisflächen. Sie sollen aber vor allen Dingen dem Landwirt eine finanzielle Nutzung bieten, die ihn mit ins Boot holt. Insofern kann das Projekt, das übrigens auch vom LJV und vom DJV unterstützt wird, eine echte Alternative zum Anbau von Mais für die Biogasanlage werden. Aber, so weit ist es noch nicht. In einem packenden Vortrag schilderte Herr Kuhn, Landwirt und Bauer aus dem Würzburger Bereich, als sachkundiger Berater die Vor- und Nachteile einer Nutzung von Blühstreifen. Als Besitzer eines 100 Ha-Hofes, kennt er sich mit der Materie bestens aus. Er war an der Grundlagenforschung am Institut für Garten- und Weinbau in Veitshöchheim beteiligt.

           

Da es momentan noch eine Deckungslücke von ca. 25 % zum finanziellen Ertrag von Mais auf gleicher Flächeneinheit gibt, zeigte Herr Kuhn Möglichkeiten auf, diese Lücke weitestgehend zu schließen. Es darf aber auch nicht vergessen werden, dass es im ureigenen Interesse der Landwirtschaft ist, die Natur, unsere Insekten und deren Konsumenten zu schützen und zu erhalten. Auch die Landwirtschaft kann die Kühe, die sie melken will, nicht vorher schlachten.

Die Vertreter der Firma Zeller (Saatguthersteller) wiesen darauf hin, dass in NRW vom Jahre 2020 ab nur noch heimische Wildpflanzen angebaut werden dürfen. Die Saatmischungen hierfür sind bisher weder zusammengestellt, noch erprobt worden. Ob das Saatgut bis dahin in ausreichender Menge dem Markt zur Verfügung gestellt werden kann, ist noch völlig offen. Zum Abschluss der theoretischen Veranstaltung reichte Herr Böckenhoff Senior, der mit Leidenschaft die Imkerei betreibt, Honig seiner Immen. Dabei konnte der geschmackliche Unterschied zwischen Honig aus dem Bereich eines Blühstreifens und Honig aus dem Waldbereich von jedem Freund des süßen und klebrigen Saftes bei der Verkostung getestet werden. Gegen 12.00 Uhr fuhren alle Teilnehmer nach Gahlen. Die Gahlener Jäger, die Herren Wilhelm Schult, Rainer Feldkamp und Jürgen Vogel hatten Geld in die Hand genommen, einen halben Hektar Ackerland gepachtet und eine Wildblumenmischung ausgebracht. Normaler Weise hätte die Ernte um den ersten August eingefahren werden müssen, damit die Pflanzen bis zum Winter wieder gut nachgewachsen können. Dieser Veranstaltung wegen wurden die 1,00 m- 2,0 m hohen Stauden jedoch stehen gelassen. „Uns ging es darum, eine Fläche in der Nähe einer Straße zu haben, damit Passanten das Projekt auch wahrnehmen können!“, sagte Wilhelm Schult. Getreu dem Motto: „Tue Gutes, sprich aber auch darüber“, nutzen die drei Jäger ihr Projekt für die Öffentlichkeitsarbeit der Jägerschaft.

Das im Frühjahr ausgebrachte Saatgut erbrachte schon jetzt eine stattliche Biomasse und wurde von allen Wildtierarten angenommen. Das Gahlener Feld wird mindestens fünf Jahre mit den Wildblumen bewachsen bleiben. „Wildpflanzen erfordern keine jährliche Bodenbearbeitung und Aussaat!“, sagte Wilhelm Schult. „Gegenüber klassischen Energiepflanzen kann auf mineralische Düngung und chemische Pflanzenschutzmittel weitestgehend verzichtet werden. Durch ganzjährige Bodendeckung gibt es keine Bodenerosion.“ Die Gahlener Jäger wollen noch weitere Flächen pachten und für Blühstreifen nutzen, hoffen aber auch, dass viele Landwirte ihrem Beispiel folgen. Unseren Revierpächtern kann ich den „Grünschatz aus Energiepflanzen“ nur empfehlen. Es kann lohnend sein, die Wildäcker mit einer solchen Wildblumenmischung zu besähen. Das jagdbare Wild, aber auch alle anderen Wildtiere, mit denen wir unsere Umwelt teilen, werden es euch danken. Empfehlen kann ich den Einsatz von Wildblumen auch allen Landwirten. Blühstreifen bringen wieder Farbe in die Landschaft. Ihr Einsatz bleibt sicherlich der Bevölkerung nicht verborgen. Jeder Naturfreund kann sehen, dass Ihr etwas für die Umwelt tut. Nur Mut! Sorgt dafür, dass Insekten und ihre Konsumenten nicht für immer verstummen. Setzt euch mit euren Jagdpächtern einmal zusammen und besprecht die Anlage von Wildblumenstreifen und Bejagungsschneisen. Zusammen bekommt Ihr die Kuh vom Eis und die Blumenpracht auf euren Acker. Schon jetzt herzlichen Dank! Bei Fragen zu diesem Thema steht ihnen Herr Hans Rommeswinkel, Planungs- und Umweltamt der Stadt Dorsten, gerne zur Verfügung. Hier seine Tel.-Nr.: 02362 / 66 49 00 (hans.rommeswinkel@dorsten.de) Übrigens: Herr Kuhn ist für Vorträge vor den Hegeringen zu gewinnen. Den Kontakt stellt auch Herr Rommeswinkel her. Es lohnt sich sicherlich, da Herr Kuhn packend und praxisbezogen referiert.

Euer Gerd Tersluisen

Obmann für Naturschutz der KJS Hubertus Recklinghausen
Obmann für Öffentlichkeitsarbeit des Hegeringes Gladbeck






Spuren hinterlässt, wer eigene Wege geht!- Gilt das auch für Wald und Feld?

Argumente dafür und dagegen, finden Sie hier: http://www.unser-revier-bruchtorf-ost.de/Revier/01_spuren.html

Jäger und andere Naturnutzer, dass führt oft zu Missverständnissen und Problemen in Wald und Feld.
Herr Andre Weber, Jäger aus Niedersachsen, hat sich hierzu Gedanken gemacht und diese Gedanken ins Internet gestellt. Mit seiner ausdrücklichen Genehmigung weise ich auf diese beachtenswerte Seite hin.
Bitte schauen Sie hinein. Es lohnt sich.
Abweichend vom Text muss für NRW gesagt werden, dass im Wald, außerhalb von Wegen, Hunde nur angeleint geführt werden dürfen. Leinenpflicht besteht weiterhin auf besonders gekennzeichneten Flächen, wie z.B. in städtischen Parkanlagen oder in Naturschutzgebieten. Bitte beachten Sie die Ergänzungsschilder unter dem Naturschutzschild.

Euer Gerd Tersluisen Obmann für Naturschutz




Der Tod geht um: Rückgang der Artenvielfalt in unserer Feldflur

„Niederwildmisere in NRW“

Arbeitstreffen der Obleute für Naturschutz in den KJS, am 06.02.2014, anlässlich der Messe „Jagd & Hund“

Ja, es war voll, im Vortragsraum Saal 31 des Messezentrums Dortmund. Bis auf vier Plätze wurden alle Sitzgelegenheiten belegt. Das zeigte eindeutig, dass die Brisanz dieses Themas Spuren in der Jägerschaft hinterlassen hat. Das zeigte auch eindeutig, dass der Vortrag des Herrn Reg.-Dir. Dr. Michael Petrak, Landesbetrieb Wald und Holz NRW, Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung des Landes NRW, drängende Fragen beantworten sollte. - Konnte er das schon zu diesem Zeitpunkt?

Der Rückgang der Artenvielfalt in unserer Feldflur, aber auch deren Populationsdichte, insbesondere der von Rebhühnern und Fasanen erfordert eine eingehende Forschung, die im Rahmen eines Forschungsauftrages von der Forschungsstelle durchgeführt wird.

Den Kurzbericht des Referenten zu den bisher bearbeiteten Forschungsmaßnahmen, füge ich diesem Bericht bei. Soviel vorab: Mit einem eindeutigen Ergebnis ist erst in einigen Jahren zu rechnen. Die Zwischenergebnisse zeigen jedoch, dass der Rückgang unserer Hühnervögel nicht mehr mit dem üblichen Auf und Ab der Populationen zu erklären ist. So ging die Fasanenstrecke von einem absoluten Höhepunkt im Jahre1970, mit 400.000 Individuen, auf 200.000 im Jahre 2006 und nunmehr auf 90.000 im Jahre 2010 zurück.

Foto: Gerd Tersluisen
Die bisher durchgeführten Untersuchungen weisen eindeutig auf die geänderten Produktionsbedingungen in der Landwirtschaft als Verursacher der Misere hin. Dabei ist jedoch noch nicht geklärt, welche Faktoren der geänderten Produktionssituation für den Artenrückgang ausschlaggebend sind. Um die Forschungsarbeiten zu unterstützen, bittet Herr Dr. Petrak dringend um die Zusendung von Fallwild unserer Hühnervögel. Nur so kann aussagekräftiges Untersuchungsmaterial gewonnen werden.

Jeder Einsender wird gebeten, das diesem Bericht beigefügte Faltblatt „Informationen zum Probenversand“ zu nutzen.

Eine Beteiligung an dieser Aktion sollte für jeden Jäger eine Ehrenpflicht sein

Die anschließende Diskussion, die vom Vorsitzenden des LJV-Niederwildausschusses Gerhard Thomas professionell geleitet wurde, ließ die Sorge erkennen, dass es bis zum Vorliegen konkreter Untersuchungsergebnisse, unsere Hühnervögel überhaupt nicht mehr gibt. Viele anwesende Bauern und Landwirte beobachteten in ihren Revieren einen zeitlichen Zusammenhang zwischen dem Bau von Biogasanlagen, dem Ausbringen des Substrates dieser Anlagen auf die Felder und dem beginnenden Rückgang der Fasane. Andere vermuteten die Produktion von Silogras und die Vermaisung der Landschaft als Ursache für den Niedergang des Wildes. Was aber sehr viele Teilnehmer im letzten Jahre beobachtet konnten, war der enorme Rückgang unserer Insekten, den ich schon mehrfach angesprochen habe. Auch diesen Obleuten, ausschließlich Bauern, ist aufgefallen, dass die Windschutzscheiben ihrer Fahrzeuge im letzten Jahre frei von Insektenrückständen blieben. Dr. Petrak führte aus, das in diese Richtung geforscht würde, vor allem, weil der Rückgang von Fasan & Co europaweit zu beobachten ist und zwar auch in den Ländern, die keinen Biosprit produzieren. In all diesen Ländern werden aber die gleichen chemischen Produkte ausgebracht, wie in Deutschland. Jedes einzelne Mittel sei zugelassen und für sich unschädlich. In ihrer Kombination vermutet man jetzt aber große Probleme. Aus diesem Grunde will man hier ansetzen und die Forschung mit toxikologischer Fragestellung vorantreiben.

Ein anwesender Berufsjäger berichtete von Überlegungen, die letzten noch verbliebenen Fasane in dem von ihm betreuten Revier zu erlegen und in einigen Jahren neue Fasane auszusetzen. Dem widersprachen Herr Gerhard Thomas, Dr. Petrak und viele Zuhörer vehement.

Wir wollen und müssen nachhaltig jagen. Damit sind Aussetzaktionen, die in der Vergangenheit immer mit sehr geringem Erfolg durchgeführt wurden, sehr problematisch. Sie sind der nichtjagenden Bevölkerung heute nicht mehr zu erklären.

Alle Anwesenden wurden aufgefordert, in ihren Hegebemühungen nicht nachzulassen.

Dazu gehören Gespräche mit den Bauern und Grundbesitzern über den Erhalt von Feldrainen als Lebensadern der Wildtierpopulationen, vor allen Dingen von Rainen im kommunalen Besitz. Oftmals werden gerade diese Bereiche unberechtigt durch Vermaisung vernichtet. Besonders wichtig ist eine intensive Bejagung der Prädatoren. Der Einsatz von Jungjägern wäre hier sicherlich sinnvoll. Um die mechanische Mortalität zu verringern, muss es endlich zu verbindlichen Regelungen für eine Mahd von innen nach außen kommen.

Jeder noch so kleine Ackerrandstreifen, der einem Jagdpächter angeboten würde, sollte angenommen und für die Hege genutzt werden.

Herr Thomas appellierte noch einmal, alle angebotenen Möglichkeiten für Ausgleichszahlungen, den Bauern und Landwirten näher zu bringen. Ein Faltblatt wurde soeben vom LJV entwickelt und steht nunmehr, abrufbereit, auf der Internetseite des LJV (www.ljv-nrw.de) jedem Interessenten zur Verfügung.

Es war schon sehr erhebend zu sehen, wie viele Obleute der Kreisjägerschaften des LJV sich intensiv um dieses Thema kümmern und mit Herzblut bei der Sache sind. Wie sagte noch ein Diskussionsteilnehmer:

“ Für den Fasan ist es nicht fünf Minuten vor Zwölf, nein es ist schon fünf Minuten nach Zwölf. Lasst uns endlich etwas tun und zwar jetzt und sofort!“

Hoffen wir, dass wir bald wieder von Insektendreck geplagt werden.

Ich fordere alle Jäger an dieser Stelle noch einmal auf, Fallwild von Rebhuhn und Fasan wie im beiliegenden Flyer angegeben, an das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildforschung in Hannover zu senden. Der Versand alles übrigen Fallwildes erfolgt in der bekannten Art. Auf der Internetseite des LJV (www.ljv-nrw.de) unter dem Link „Wildschutz“ finden Sie hierzu alle Angaben.

Euer Gerd Tersluisen
Obmann für den Naturschutz in der KJS Hubertus Recklinghausen
Obmann für Öffentlichkeitsarbeit im Hegering Gladbeck
Mitglied der AJV Hubertia Ruhr zu Bochum



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Juli

Anfallende Hegearbeiten
  • Überschießen der Kugelwaffen auf dem Schießstand.
  • Trapp und Skeetschiessen auf die Tontaube.
  • Erfreut doch einmal euren Hegeringsleiter durch rege Teilnahme.
  • Es ist die Pflicht eines jeden Jägers, sein Handwerkszeug in allen Situationen zu beherrschen. Also bewegt Euch.
  • Aufklärung der Öffentlichkeit zum Thema Wildunfälle durch den Hegering.
  • Erste Taubenjagden an Schadensflächen stehen an.
  • Freischneiden der Elektroschutzzäune.
  • Jagd auf Schwarzwild intensiv durchführen. Bachen sind geheiligte Tiere und bleiben unbehelligt. Die Sozialstruktur des Schwarzwildes darf nicht gestört werden.
  • Einüben der Fiep- und Pia - Serien zur Blattjagd.
  • Die Jagdausübung mit Hilfe der Musik vom Baum, die Blattjagd.
  • Wildschäden einvernehmlich klären.

Ihr Hegeringvorstand

Letzte Änderung: Dienstag, 12.07.2016 um 17:06 Uhr